Der Spendenzweck

„Aus – Zeit vom Trauma“

Die Angehörigen traumatisierter Einsatzkräfte merken meist zuerst, dass sich ihr Mann, ihre Frau oder ihre Eltern verändert haben. Das Gefühl, dass etwas mit den Betroffenen nicht stimmt, deren emotionaler Rückzug und latente Aggressionen gestalten den familiären Alltag manchmal sehr schwierig. Der Leidensdruck der Familie erhöht sich dann oft und nicht selten kommt es zu einer Eskalation, an der die Familie zerbrechen kann. Partnerinnen und Partnern fehlt oftmals die Möglichkeit, über ihre Gedanken und die traumabedingten Schwierigkeiten zu sprechen. Der soziale Druck belastet.

Es sind besonders die Kinder und Jugendlichen, welche zurückstecken müssen… und aus dem Fokus der Aufmerksamkeit fallen. Sie verstehen nicht, wieso sich ihre Familie verändert und im schlimmsten Falle auflöst. Die Veränderung des traumatisierten Elternteils und die Spannungen zwischen den Eltern werden von ihnen deutlich wahrgenommen, auch wenn sie dies nicht in Worte fassen können.

Der Schutz und die Geborgenheit der „Festung Familie“ geraten in Gefahr. Dies ist für die Kinder und Jugendlichen eine existentielle Bedrohung. Sie wachsen in der Regel belasteter auf, als Gleichaltrige in Familien ohne Traumafolgestörungen.

Wir möchten betroffenen Kindern und Jugendlichen eine „Aus-Zeit vom Trauma“ zur emotionalen Entlastung anbieten. Damit wollen wir einen Beitrag dazu leisten, ihre psychische Gesundheit zu schützen.

Was wir den Jugendlichen anbieten möchten:


Während der „Aus-Zeit vom Trauma“ wird den Jugendlichen sowohl Entspannung vom fordernden Lebensalltag als auch Austausch- und Reflexionsmöglichkeiten über Lebens- und Gefühlssituationen angeboten, je nach Bedarf im Gruppenkontext oder im Einzelsetting.

Die „Aus-Zeit“ soll den Jugendlichen dabei helfen,

  • in den Abstand vom Alltag zu kommen,
  • sich über Traumata und deren Auswirkungen auf Körper, Gedanken, Gefühle, Verhalten und Beziehungen informieren zu können und
  • sich in einem geschützten Rahmen mit Gleichaltrigen und Fachkräften hierzu auszutauschen.

Die Jugendlichen sollen dabei gefördert werden, sich selbst und die eigenen Bedürfnisse besser wahrzunehmen und zu verstehen, Selbstvertrauen und Selbstakzeptanz aufzubauen, Sprachlosigkeit zu überwinden und ihre Ressourcen zu erweitern. Die Tage dienen außerdem dazu, Kraft zu tanken sowie Spaß und Freude zu erleben.

Wer begleitet die Jugendlichen:

Diplom-Sozialpädagogin Martina Müller

Geschäftsführerin der amitumKids gUG, Traumafachberaterin und Traumapädagogin (DeGPT), Systemischer Coach (SG), Elternkurstrainerin nach STEP, 9jährige Tätigkeit in der Unterstützung traumatisierter Soldatenfamilien, langjährige Erfahrung in der Seminargestaltung, Jugendarbeit, Freizeitpädagogik, Arbeit im Jugendamt und stationären Jugendhilfekontext, Bildungsarbeit, langjährige Erfahrung in traumasensibler Einzel-, Paar- und Familienberatung, Coaching, Kinderprojekt „Mein Papa hat Trauma“.

Diplom-Sozialpädagogin Annette Bergmann

Traumafachberaterin und Traumapädagogin (DeGPT), Erlebnispädagogin, Systemische Naturtherapeutin, 20jährige Tätigkeit in der Begleitung hoch belasteter Jugendlicher aus Jugendhilfekontexten, 8jährige Tätigkeit in der Unterstützung traumatisierter Soldatenfamilien, langjährige Erfahrung in der Seminargestaltung, Jugendgruppen- und Beratungsarbeit, Coaching. Sie wird begleitet von den Therapiehunden Bruno und Berta.

Diplom-Pädagoge Sören Lingenberg

Hypnotherapeut, Systemischer Coach, 9jährige Tätigkeit in der Unterstützung traumatisierter Soldatenfamilien, langjährige Erfahrung in der Seminargestaltung, im Einzelcoaching, in der Paarberatung und Familienhilfe, Meister der Entspannungsarbeit, Erlebnispädagogik, Freizeitpädagogik.

Das Team wird durch 2 Praktikanten aus den Ausbildungskursen zur systemischen Naturtherapie von Annette Bergmann und von ausgebildeten Therapie- bzw. Assistenzhunden unterstützt.

Wir bedanken uns herzlich für Ihre Spendenbereitschaft!

Spenden die über das Spendenziel hinaus eingenommen werden, gehen in den Kinder- und Jugendfond von Veteranenkultur e.V. zur Gestaltung zukünftiger Projekte.

Ein gutes und sinnvolles Projekt, wofür sich das Mitmachen lohnt!